humorvoll / bissig / anerkennend / anrührend

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„Véronique Poulain hat beschlossen, uns die Welt der Gehörlosen zu zeigen. Das ist lustig, erfrischend und bewegend. […] Ihr Buch ist ebenso lehrreich wie originell.“ So urteilt L’Express. Es gab Phasen, da hat Véronique Poulain ihre Eltern mit „Hallo, ihr Arschlöcher!“ begrüßt – um ihrerseits zärtlich in den Arm genommen zu werden. In ihrem Buch „Worte, die man mir nicht sagt. Mein Leben mit gehörlosen Eltern“ (Ullstein extra / ET 06. März 2015) erzählt die Französin humorvoll und unsentimental von ihrer Kindheit mit Eltern, in deren Welt niemals ein Laut dringt.

 

Aus der Sicht der kleinen Véronique hat die Situation vor allem Nachteile. Ihr sind die besonderen Eltern häufig peinlich, denn Gehörlose sind laute Menschen, die ohne Scham schmatzen, pupsen und beim Sex laut sind. Außerdem muss sie, die sich mit ihren Eltern nur in der Gebärdensprache verständigen kann, ständig für sie dolmetschen. Wie kurios müssen viele für sie tonlose Szenen wohl sein? Wie gehen Gehörlose mit ihren Kindern um? Wie nehmen sie ihren Körper wahr? Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und mutet ihren Lesern in aller Offenheit die Besonderheiten eines Alltags mit gehörlosen Menschen zu, ohne je den Respekt vor ihnen zu verlieren. So witzig viele Episoden klingen – als Kind und Jugendliche schwankt Véronique lange zwischen Stolz und Scham, bis sie das Anderssein ihrer Eltern akzeptiert. Ein beeindruckendes Buch, das staunen lässt und die Welt der Gehörlosen humorvoll und bissig, aber auch anerkennend und anrührend schildert.

 

Worte, die man mir nicht sagt

Hardcover, 144 Seiten

Les mots qu'on ne me dit pas

Aus dem Französischen übersetzt von Lis Künzli.

ISBN-13 9783864930348

 

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