Mit der richtigen Planung wird das Wandern zum Vergnügen

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OBERPFALZ. Das Wandern erfreut sich seit einigen Jahren wieder größerer Beliebtheit, und das durch nahezu alle Generationen. Ob Anfänger oder erfahrener Wanderer – es gibt unterschiedlichste Touren und Routen für jeden Schwierigkeitsgrad und Anspruch. Natürlich macht es auch noch einen großen Unterschied, ob es eine Tagestour sein soll oder ob sich die Wanderung über mehrere Tage erstreckt. Unabhängig von all diesen Komponenten ist ein Umstand jedoch immer gleich und absolut wichtig: Ohne die richtige Planung im Vorwege geht es auf gar keinen Fall!

Warum die Planung so wichtig ist
Beim Wandern gibt es viele Faktoren, die unsicher sind und im schlimmsten Fall zu einer echten Gefahr werden können. Dazu gehört natürlich das Wetter. Hinzu kommt, dass auch bei bester Beschreibung das Gelände oder die Beschaffenheit der Wege erst auf der Wanderung wirklich sichtbar ist. Und dann ist da noch der Punkt mit der Selbsteinschätzung, die oft etwas unrealistisch ausfällt und zum Problem werden kann, wenn die Wanderstrecke zu steil, zu lang oder zu wenig ausgebaut für das eigene Können ist. Dass es wenig erfolgversprechend ist, mit Ballerinas oder Flipflops auf Wanderung zu gehen, sollte eigentlich jedem klar sein, kommt aber auch immer wieder vor. Unter anderem darum ist es umso entscheidender, dass die Tour vorab ausgiebig und in allen Einzelheiten gut geplant wird.

Passendes Schuhwerk
In diesem Punkt kann schon die Grundlage für Erfolg oder Misserfolg liegen. Die Schuhe spielen dabei natürlich im wahrsten Sinne des Wortes eine tragende Rolle. Dabei muss es gar nicht unbedingt in atemberaubende Höhen gehen. Auch wer über viele Stunden auf ebener Strecke wandert, braucht ein anständiges Fußbett und vieles mehr, um blasenfrei und fit am Ziel anzukommen. Die Belastungen, denen die Füße beim Wandern ausgesetzt sind, sollten nie unterschätzt werden. Die wichtigsten Punkte, auf die zu achten ist:

    - Sohlen mit gutem Profil für unterschiedliche Beschaffenheit der Wege

    - atmungsaktives und wasserfestes Material

    - optimale Passform

    - knöchelumschließende Höhe für sicheren Halt

    - Einlaufen der Schuhe vor der Wanderung

    Kleidung
    Zwar kann beim Wandern zwischen Sommer und Winter unterschieden werden, doch viel weiter reicht die Planungssicherheit bezüglich des Wetters eigentlich auch nicht. Gerade in den Bergen kann es zu rapiden und extrem schnellen Wetterumschwüngen kommen, sowohl in der Temperatur als auch bei Niederschlag und Wind oder Nebel. Wer schon einmal von einem plötzlichen Gewitter in den Bergen überrascht wurde, weiß, wovon hier die Rede ist. Entsprechend sollte ein Wanderer für nahezu alle Fälle gewappnet sein, und das funktioniert am besten mit dem altbewährten Zwiebelprinzip. Durch die verschiedenen Kleidungsschichten bietet es die Möglichkeit, sich unkompliziert und jederzeit auf verschiedene Bedingungen einzustellen. Die modernen Doppeljacken sind ideal, denn sie bestehen in der Regel aus einer Unter- und einer Überjacke, die jeweils einzeln oder auch zusammen getragen werden können. Wind- und wasserabweisende Eigenschaften sind hier ähnlich wichtig wie bei den Schuhen, um das Körperklima auszugleichen. Es sollte generell – auch bei Strümpfen, Hosen und Unterwäsche bis hin zur Kopfbedeckung auf Funktionsmaterial gesetzt werden. Die Auswahl an Möglichkeiten ist heute enorm groß und wer sie nicht nutzt, wird es schnell bereuen.

    Die Wanderroute
    Das Planen der Route ist elementar und hängt von extrem vielen Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem:

      - Länge

      - Höhe

      - Höhenunterschied

      - Schwierigkeitsgrad

      - Beschaffenheit der Wege

      - Haltepunkte/Schutzhütten auf der Strecke



    Anfänger sollten sich keinesfalls zu viel zumuten. Hier empfiehlt es sich unter Umständen, mit mehreren und verschiedenen Tagestouren zu beginnen, um die eigenen Fähigkeiten zu erkunden. Es gibt im Internet viele Tipps und Vorschläge für Routen und Wanderwege, die als Grundlage dienen können. Gutes Kartenmaterial ist wichtig und sollte immer mitgeführt werden. Es ist außerdem empfehlenswert, sich vor Ort in den Gemeinden nach den einzelnen Touren zu erkundigen.

    Die Unterkunft
    Der Schlafplatz kann sehr unterschiedlich ausfallen und hängt sowohl von der Tour als auch von den eigenen Ansprüchen ab. Auf einer langen Tour, die sich über mehrere Tage erstreckt, kommen häufig nur Berg- und Schutzhütten in Frage, die sich auf der jeweiligen Etappe befinden. Diese sind heutzutage auch häufig schon recht komfortabel, insgesamt aber natürlich eher mit dem Notwendigsten ausgestattet. Wer als Anfänger mit kleinen Tagestouren beginnt, kann sich natürlich zentral in einem Hotel oder einer Pension niederlassen und sozusagen sternförmig von dort aus jeden Tag in eine andere Richtung starten. Hier wird – je nach Kategorie und eigenem Anspruch die Ausstattung deutlich komfortabler sein, was dem einen oder anderen gerade am Anfang äußerst angenehm erscheinen wird. Ein Ausflug in den Spa-Bereich am Abend, ein gemütliches Bett und vorher ein kräftigendes Abendessen im Hotelrestaurant können nach einer anstrengenden Wanderung durchaus angenehm sein und dabei helfen, so richtig zu relaxen. Auch wer weniger seine Kräfte schonen muss, aber am Abend ein festes Ziel haben möchte, kommt so zum Zug. Mit WLAN-Anschluss, der heutzutage nahezu in allen Hotels verfügbar ist, kann man am Abend im Internet surfen, im virtuellen Casino zocken, per Skype mit Freunden telefonieren oder sich anderweitig beschäftigen.

    Fazit
    Wandern ist großartig und wird zu einem besonderen und immer wieder anderen Erlebnis, weil jeder Berg, jede Tour und jede Landschaft anders ist und andere Herausforderungen mit sich bringt. Das macht aber nur dann wirklich Spaß, wenn man diesen Herausforderungen gewachsen ist und für die nötige Sicherheit gesorgt ist. Die gründliche Planung rechtzeitig im voraus ist also ungemein wichtig und sollte in Ruhe und mit Bedacht vorgenommen werden, damit am Ende ein herausragender Urlaub stattfinden kann.

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    Foto: © istock.com/AlexRaths
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