Was macht einen Daytrading Broker aus?

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Viele Menschen haben vielleicht schon einmal von Daytrading Broker gehört, wissen aber nicht, wo genau die Unterschieden zu einem gewöhnlichen Online Broker liegen. Prinzipiell ist zwar mit jedem Online Broker Daytrading möglich, allerdings wäre die Voraussetzung dafür, dass man sehr viel Kapital zur Verfügung hat, damit kleine Kursschwankungen während des Tages bereits profitabel sind.

Genau hier setzte ein Daytrading Broker an, indem er es ermöglicht auch mit kleinem Kapital diese Art des Tradings zu betreiben.


Wie das funktioniert, sehen wir uns im Folgendem genauer an:

Daytrading mit wenig Kapital

Damit auch mit wenig Eigenkapital Daytrading möglich ist, kommen sogenannte „Hebel“ zum Einsatz. Es gibt verschiedene gehebelte Finanzinstrumente; zur Erklärung ziehen wir aber Differenzkontrakte (CFD) heran, da CFD Broker vorwiegend zum Daytrading genutzt werden. Beim CFD Trading kauft man nicht wirklich einen Wert, sondern spekuliert nur auf dessen Kursentwicklung. Dabei kommen normalerweise die ominösen Hebel zum Einsatz, welche die Eigenschaft besitzen, ein künstliches Vielfaches des verwendetet Kapitals zu erschaffen, wodurch die Kursbewegungen in Relation zum Eigenkapital große Auswirkungen haben. Diese Hebel sind in der EU gesetzlich begrenzt. So beträgt der Multiplikator bei Aktienkursen maximal 5 und im Bereich der Währungen/Devisen beispielsweise bis zu 30.

Wie dem auch sei, für viele wird durch diese Hebel Daytrading überhaupt erst möglich, wenngleich auch das Risiko steigt. So kann nämlich auch ein Totalverlust des eingebrachten Kapitals möglich sein, welches im Übrigen als „Margin“ bezeichnet wird. Seit 2017 ist es aber für Hobbytrader glücklicherweise nicht mehr möglich mehr zu verlieren als das Guthaben auf seinem Tradingkonto, weil die sogenannte Nachschusspflicht in der EU verboten wurde. Bis dahin haftete man mit seinem Privatvermögen für Verluste, die die Margin überstiegen.

Bei Daytrading Broker ist es möglich nicht nur auf steigende, sondern ebenso auf fallende Kurse zu spekulieren. Schließlich ist der tatsächliche Kauf eines Werts nicht gegeben, sondern lediglich die Spekulation auf den Kurs. Man kann sich das also so vorstellen als würde man mit dem Daytrading Broker über die weitere Kursentwicklung wetten. Natürlich heißt es fachsprachlich anders, da man ja einen Contract for Difference, also einen Vertrag über die Kursdifferenz, mit dem Broker schließt, was aber de facto nichts Anderes als eine Wette zu gewissen Konditionen darstellt.

Daytrading Broker sind nichts für Anfänger

Wie man auf www.daytrading-broker.net erfahren kann, verlieren etwa 74-89% der Hobbytrader Geld beim Handel mit CFDs. Bei Anfängern liegt die Quote sogar noch höher, weswegen es offenkundig sein sollte, dass der Handel bei einem Daytrading Broker bzw. Daytrading im Allgemeinen nichts ist indem sich Anfänger versuchen sollten.

Das Problem ist allerdings, dass sich genau diese besonders von dieser Art des Tradings angezogen fühlen. In erster Linie sehen sie, dass in kurzer Zeit hohe Gewinn möglich sind und blenden die noch größeren Risiken ganz einfach aus. Die Erklärung dafür ist sicherlich auch im Dunning-Kruger-Effekt zu finden, der besagt, dass je weniger man über eine Sache weiß, umso zuversichtlicher man in seine Fähigkeiten ist. Anfänger wissen einfach nicht das Risiko richtig abzuschätzen und wie klein die Chance auf Erfolg wirklich ist.

Deswegen wird empfohlen, dass nur wirklich routinierte Spekulanten Daytrading Broker nutzen. Das bedeutet, dass man am besten über jahrelange Erfahrung im Börsenhandel verfügt und dazu umfassende Kenntnisse in der Chartanalyse besitzt. Aber auch wenn man diese Voraussetzungen mitbringt, ist die Anzahl derer, die wirklich dauerhaft einen Gewinn mit Daytrading erzielen können sehr überschaubar; leben können davon überhaupt nur die wenigsten!

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