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Eishalle Amberg soll schnellstmöglich öffnen

|   Amberg-Sulzbach

AMBERG. Die Botschaft des Oberbürgermeisters Michael Cerny nach dem Ferienausschuss ist klar: „Wir wollen schnellstmöglich die Lüftungsmöglichkeiten ertüchtigen und die Eishalle eröffnen. Alles Notwendige dafür wird veranlasst.“ Im nichtöffentlichen Teil beschlossen die Mitglieder des Ferienausschusses, dass mit der Öffnung der Eishalle, auch unter Berücksichtigung der Mehrkosten für den sicheren Betrieb, Einverständnis besteht. Notwendig wurde die Diskussion, da die Luftumwälzung im Eisstadion, im Zusammenhang mit den Infektionsschutzmaßnahmen-Regelungen im Rahmen der Corona-Pandemie, ein Problem darstellt.

Die Verwaltung wurde beauftragt, mögliche Einsparungen im Bereich der Energiekosten durch Optimierung der Betriebszeiten zu prüfen. Bei einem demnächst stattfindenden Ortstermin mit dem städtischen Gebäudemanager Heiko Schwarz werden die Stadtratsmitglieder zur Thematik Lüftung im Eisstadion und in städtischen Gebäude sowie Schulsporthallen informiert. Dabei soll auch beleuchtet werden, ob eine dauerhafte Ertüchtigung der Lüftungstechnik notwendig ist.

Eine finale Hallenöffnung wäre nach Einschätzung aus dem städtischen Gebäudemanagement im Oktober realistisch. Unter gewissen Umständen besteht die Möglichkeit, ab Mitte September mit der Eisbereitung zu beginnen, da Umbauarbeiten auch bei geöffneter Halle im Hintergrund stattfinden können. Dank der umfangreichen Zuarbeit durch den Betreiber der Eishalle, dem ESC Amberg, mit Zahlen und Informationen, erarbeitete das Gebäudemanagement in kürzester Zeit ein technisch vernünftiges Belüftungskonzept.

Die Eishalle ohne Nebengebäude besitzt ein Raumvolumen von ca. 30.000 Kubikmeter. Hierfür liegt derzeit nur ein Trocknungskonzept zum Schutz des Gebäudes vor. Eine Einbringung von Außenluft ist aus Energiespargründen nicht geschaltet. Vor 19 Jahren wurde eine Trocknungsanlage mit 10.000 Kubikmeter Leistung eingebaut, welche momentan im Umluftmodus betrieben wird. Nach dem derzeitigen Infektionsschutzgesetz ist Umluftbetrieb jedoch zu vermeiden. Die auf dem Dach befindlichen Ventilatoren und Jalousie-Klappen genügen für eine kontrollierte Belüftung nicht. Auch die Steh- und Sitztribünen rund um die Eisfläche sind mit keiner „berechenbaren“ Lüftung ausgestattet.

Bei der angedachten Hallennutzung für Schulklassen, dem öffentlichen Lauf und Vereinsportbetrieb muss vorrangig die 1.800 Quadratmeter große Eisfläche belüftet werden. Unter der Steh-Tribüne befinden sich zwei derzeit nicht im Betrieb befindliche Lüftungsgeräte, die reaktiviert werden sollen. Damit kann zunächst der Betrieb auf dem Eis mit ca. 70 Personen für eine Stunde starten. Dann muss eine Lüftungspause eingelegt werden, bevor die nächsten Läufer oder Sportler das Eis betreten dürfen.

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Eishalle Amberg. (Foto © Stadt Amberg, Heiko Schwarz)
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