Aktuelles aus Neustadt

Zeltlager und Ferienmaßnahmen nach dem Lockdown notwendig

|   Neustadt

NEUSTADT. Kinder und Jugendliche leiden am meisten unter den Corona-bedingten Einschränkungen. Darüber sind sich viele Experten einig. Kindertageseinrichtungen konnten nicht öffnen, für das Homeschooling fehlten oftmals die digitale Ausstattung und Eltern, die sie beim Lernen unterstützen konnten. Aber vor allem auch auf Spiel und altersgemäße Freizeitbeschäftigung mussten Kinder und Jugendliche  weitgehend verzichten, weil über Monate Abenteuerspielplätze oder Freizeiteinrichtungen geschlossen waren.

Landrat Andreas Meier unterstützt die Bemühungen der Jugendverbände und kirchlichen Einrichtungen, in den Sommerferien Zeltlager und Jugendbildungs- bzw. -freizeitmaßnahmen anzubieten. „Die Verantwortlichen erarbeiten Hygiene- und Schutzkonzepte, orientieren sich an den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings, die wiederum mit dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales abgesprochen sind. Sie begleiten Kinder und Jugendliche durch erfahrene Betreuer und mit pädagogischen Angeboten.“ Viele dieser Betreuer haben in den  vergangenen Wochen durch eine entsprechende Priorisierung bereits einen vollständigen Impfschutz erworben.

Beim Bischöflichen Jugendamt der Diözese Regensburg gehen in diesen Tagen viele Anfragen von Pfarreien aus dem Landkreis ein: „Können wir planen? Ist ein Zeltlager oder ein Wochenende in einem Selbstversorgerhaus mit den Auflagen der Bayerischen Staatsregierung zu vereinbaren?“ „Ja!“, antwortet Christian Kalis dann ganz entschieden. „Solche Jugendbildungs- und –freizeitmaßnahmen sind nicht nur möglich, sondern sogar notwendig. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe nach dem SGB VIII ist es unser gesetzlicher Auftrag, entsprechende Angebot zu unterbreiten! Obendrein werden hier natürlich christliche Werte praktisch vorgelebt: Fürsorge und Rücksicht, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit sind integrale Bestandteile unserer kirchlichen Jugendarbeit. Die Teilnahme an den beliebten Zeltlagern ist für die Kinder und Jugendlichen, für Ministrantinnen und Ministranten eine Bereicherung fürs Leben“, weiß der Diözesanjugendpfarrer aus eigener Erfahrung.

Allerdings, da sind sich beide einig, braucht es trotzdem Vorsichtsmaßnahmen: Dazu zählt ein negativer Corona-Test vor der Anreise, um gewährleisten zu können, dass sich auf dem Platz niemand befindet, der vom Virus infiziert ist. Anschließend ist entscheidend, dass die Kinder- und Jugendlichen stets unter sich bleiben und so gewissermaßen eine große Quarantäne-Gruppe der Nicht-Infizierten entsteht. Auf den Elternbesuchstag oder nächtliche „Überfälle“ sollte in diesem Jahr aus hygienischen Gründen verzichtet werden.

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Foto: Christian Kalis, Diözesanjugendpfarrer