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QueerScope-Debütfilmpreises geht an "Nico"

|   Regensburg

REGENSBURG. QUEER-Streifen, das Filmfestival, dessen pinkgestreiftes Zebra Regensburger Kinoleinwände erobert, feiert heuer bereits seine zehnte Ausgabe. Anlässlich des Jubiläums stand ein besonderer Programmpunkt im Mittelpunkt: die Verleihung des QueerScope-Debütfilmpreises, einer seit 2016 vom Dachverband der unabhängigen, queer thematisierten Filmfestivals im deutschsprachigen Raum vergebenen Auszeichnung.

Dieses Jahr begeisterte die Spielfilmproduktion "Nico" die Programmverantwortlichen am meisten. Das Langfilmdebüt von Regisseurin Eline Gehring porträtiert auf eindringliche Weise Deutsch-Perserin und Altenpflegerin Nico, die durch einen rassistischen Angriff jäh aus ihrem unbeschwerten Berliner Leben gerissen wird. Das Ereignis konfrontiert sie damit, doch nicht so selbstverständlich dazuzugehören und sie fasst den Entschluss, Karate zu lernen, um nie wieder zum Opfer zu werden. Als sie sich daraufhin wieder unter Leute traut, begegnet ihr die Mazedonierin Ronny, die Nico bereits kennt...

Der Film entstand 2021 als DFFB-Abschlussfilm von Sara Fazilat, die Hauptdarstellerin und Produzentin ist. Mitautorin Francy Fabritz übernahm die Kamera und setzte bewusst eine Handkamera ein, was auch die improvisatorische Herangehensweise stützte. Die ebenfalls am Drehbuch beteiligte Regisseurin Eline Gehring verfolgte das Anliegen, Frauen ins Zentrum des Films zu rücken und gleichzeitig nicht-weiße Figuren zu normalisieren. Für ihre Darstellung der Hauptfigur Nico wurde Sara Fazilat beim Filmfestival Max Ophüls 2021 in der Kategorie "Bester Schauspielnachwuchs" ausgezeichnet, beim First Steps hat der Film außerdem den NO FEAR-Award erhalten.

Der 6. QueerScope-Debütfilmpreis wurde am Samstagabend im Regensburger Ostentorkino feierlich an Francy Fabritz verliehen, die die Auszeichnung auch stellvertretend für Sara Fazilat und Eline Gehring entgegennahm. Neben dem Queer Streifen-Festivalteam sprach auch die Schirmherrin des Festivals, Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud  Maltz-Schwarzfischer der Preisträgerin Glückwünsche aus. Nach der Vorführung des 75-minütigen Gewinnerfilms gab Francy Fabritz dem Regensburger Publikum beim Filmgespräch noch interessante Einblicke in Hintergründe zu "Nico". Im Vorfeld hatte sie bereits die QueerScope-Festivals in Rostock, Hamburg und Weiterstadt besucht.

Weitere Infos auf www.queer-streifen.de.

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Foto: Michel Devriendt