WACKERSDORF. Modernes Arbeiten und agile Führung standen bei der IHK-Netzwerkveranstaltung „Treffpunkt Unternehmen“ im Fokus. Gastgeber war die Syskron GmbH in Wackerdorf, ein System- und Beratungshaus für intelligente Produktion, Digitalisierung und Intralogistik. Geschäftsführer Johann Roidl ist sich sicher: „Kreativität spielt bei der Entwicklung von Innovationen eine große Rolle.
Hierfür müssen aber die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz stimmen: Es braucht Platz für Team- und Projektarbeit, aber auch Rückzugsorte zum Nachdenken.“ Die neu geschaffene Arbeitswelt bei Syskron erfülle diese Anforderungen – die Flexibilität beim Arbeiten erfordere jedoch ein Umdenken in der Führung.
Flexibles Prototyping
Eine moderne Arbeitswelt mit Start-up-Charakter bringt Veränderungen und Herausforderungen für Mitarbeiter und Führungskräfte mit sich. „Das Konzept des agilen Arbeitens stellt die klassische Arbeitsweise auf den Kopf – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Sibylle Aumer, Expertin für neue Arbeitswelten bei der IHK. Wie Agilität im Arbeitsalltag funktioniert, zeigte Florian Gebhard, Personalleiter bei Syskron, mit der sogenannten „Marshmallow-Challenge“. Die Herausforderung: Wie errichtet man einen möglichst hohen Turm aus 20 Spaghetti, Bindfaden, Klebeband und einem Marshmallow? In kleinen Gruppen konnten sich die rund 50 Teilnehmer daran versuchen. Im Ergebnis war ein schnelles, flexibles Prototyping im Team oft zielführender als die analytische Suche nach der einzig richtigen Antwort. Katarina Mose von der Vitra GmbH, Weil am Rhein, und Steffen Bovenberg von der storeM GmbH, München, erklärten im Anschluss mit welchen Methoden und Ansätzen eine Arbeitswelt 4.0 geschaffen werden kann, um den Anforderungen aus dem Umfeld der Agilität gerecht zu werden.