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Wie medienkompetent sind Kinder in der frühen Kindheit?

|   Amberg-Sulzbach

AMBERG-SULZBACH. Digitale Medien spielen im Alltag des 21. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle. Für Jung und Alt wird der Umgang mit Smartphone oder Tablet immer selbstverständlicher. Sowohl Eltern als auch Fachkräfte sind jedoch häufig ratlos, ab welchem Alter Kindern der Umgang mit digitalen Medien nahe gebracht werden kann. Es stellt sich zudem die Frage, wie medienkompetent Kinder schon im jungen Alter sein können? Dieser Frage wurde beim 17. Forum Frühe Hilfen der Koordinierungsstellen Frühe Hilfen des Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg (kurz KoKi) im Landratsamt nachgegangen.
 
Die Medienpädagogin Alexandra Lins referierte vor zahlreichen Fachkräften aus Einrichtungen und Institutionen des Netzwerks Frühe Hilfen darüber, wie die Medienkompetenz in der Frühpädagogik gestärkt und sinnvoll eingesetzt werden kann. Lins erwähnte in diesem Zusammenhang auch, dass die Medienerziehung sowohl im bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzt verankert sei als auch vom Europarat als Kinderrecht auf digitale Bildung gesehen werde. Die anwesenden Fachkräfte wurden darüber hinaus informiert, wie v.a. digitale Medien in den Arbeits- und Familienalltag eingebaut werden können. In der Pause konnten hierzu auf zur Verfügung  gestellten Tablets verschiedene Apps ausprobiert werden, die speziell für Kleinkinder programmiert wurden. So gewannen die Fachkräfte einen Einblick in digitale Bilderbücher, das Erstellen von Fotocollagen und Kamera-Apps.

Anschließend berichtete Brigitte Netta, Leiterin der SieKids und CampusKids Amberg, über praktisch umgesetzte Maßnahmen in der Einrichtung im Bereich der Medienerziehung. Alexandra Lins fungiert hierbei als Mediencoach des Modellversuchs „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken“. Die Einrichtung SieKids ist eine der Einrichtungen aus der Oberpfalz, die daran teilnimmt.

In der abschließenden Diskussion wurde deutlich, dass reges Interesse am geführten Einsatz von Tablets, Apps und Videos vorhanden ist. So kann bereits den Kleinkindern nahe gebracht werden, dass digitale Medien sinnvoll genutzt werden können und der richtige Umgang damit erlernt werden.

Kinder sind neugierig und wollen Neues Erlernen; dieses Potenzial könne durch verschiedenste Projekte genutzt und in Kreativität und Weiterentwicklung umgewandelt werden, so das Fazit der Fachkräfte. Nichtsdestotrotz sei ihnen und den Referenten wichtig, dass ursprüngliche Medien wie Bücher, CDs oder gar Diaprojektoren ebenso wichtig im pädagogischen Einsatz mit Kindern seien.

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Thomas Boss (Jugendamtsleiter Amberg), Thomas Schieder (Jugendamtsleiter Amberg-Sulzbach), Anja Vogl (KoKi Amberg-Sulzbach), Brigitte Netta (Leiterin SieKids und CampusKids), Referentin Alexandra Lins, Laura Seidel, Sabrina Gebhard (beide KoKi Amberg-Sulzbach), Bürgermeister Martin Preuß, Marin Donner-Schafbauer, Carola Hummel (beide KoKi Amberg). (Foto: Daniela Rösch, Landratsamt Amberg-Sulzbach)
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