OBERPFALZ. (obx) - Mal plätschert es friedlich, mal stürzt das Wasser mit voller Kraft über Felsen und Steine: Wer auf dem "Wildes-Wasser-Weg" rund um Bodenmais unterwegs ist, erlebt den Bayerischen Wald von seiner wilden Seite. Jetzt darf sich die zwölf Kilometer lange Rundtour mit einem besonderen Titel schmücken: Sie wurde zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2026 gewählt.
Die Strecke verbindet mit dem Hochfall und den Rißlochwasserfällen die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes. Dazwischen liegen schmale Steige, stille Waldpassagen, Aussichtspunkte und die wildromantische Rißlochschlucht. Die Wanderung beginnt in Bodenmais und führt über den Kurpark zum Wanderparkplatz Klause. Schon bald wartet mit dem Hochfall das erste große Naturerlebnis. Von einer kleinen Holzbrücke aus lässt sich beobachten, wie das Wasser über die Felsen in die Tiefe stürzt.
Danach wird der Weg anspruchsvoller. Auf schmalen Steigen geht es bergauf zur Scharebenstraße und über die Moosbrücke weiter in Richtung Rißlochwasserfälle. Am Sturmriegel lohnt sich eine Pause: Von dort reicht der Blick über Bodenmais bis zu den südlich gelegenen Gipfeln des Bayerischen Waldes.
Über den Hofwirtsteig erreichen Wanderer schließlich den spektakulärsten Abschnitt der Tour. In der Rißlochschlucht bahnt sich das Wasser zwischen mächtigen Felsen seinen Weg ins Tal.
Die Rißlochwasserfälle gehören seit Generationen zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten der Region. Beim Abstieg ist Trittsicherheit gefragt. Über steile und steinige Pfade geht es durch die Schlucht, begleitet vom Rauschen und Spritzen des Wassers. Kurz vor dem Übergang auf den befestigten Weg lässt sich mit etwas Fantasie sogar noch die frühere Skisprungschanze erkennen. Über den Rißlochweg führt die Runde schließlich zurück nach Bodenmais.