ISEK-Konzept nicht statisch, sondern ein dynamischer Prozess – Konzeption wurde 2020 fertiggestellt

|   Amberg-Sulzbach

AMBERG. Wohnungsbau und Gewerbe, soziale Infrastruktur, Verkehr und Erholungsräume, Umweltschutz und ein gesundes Wachstum – das alles gilt es in einer gut funktionierenden Stadt unter einen Hut zu bringen. Diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern hat sich die Stadtentwicklung zum Ziel gesetzt. Aus diesem Grund hat der Amberger Stadtrat im Jahr 2017 beschlossen, in einem mehrjährigen Prozess mit Bürgerbeteiligung ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) entwerfen zu lassen.

Das Konzept wurde im Jahr 2020 fertiggestellt und kann von Interessierten auf der Homepage der Stadt Amberg unter www.amberg.de/rathaus/projekte eingesehen werden. Der Startschuss für das ISEK Amberg fiel mit der Präsentation von drei Fachplanungsbüros im Stadtratsgremium. Im weiteren Verlauf des Prozesses begleiteten die Räte sowie Vertreter aus der Stadtverwaltung und verschiedenen Institutionen fachlich und inhaltlich das weitere Vorgehen.

Zur Vorbereitung wurde zunächst das gesamte Amberger Stadtgebiet mit seinen rund 50 Quadratkilometern und 25 Stadtteilen untersucht. Der Fokus lag hierbei auf dem Siedlungsbereich und vor allem auf der Kernstadt. Es wurden Pläne und Konzepte erstellt sowie Verkehrsflüsse untersucht und Vor-Ort-Begehungen durchgeführt, um die Stärken und Schwächen der bisherigen Stadtentwicklung zu analysieren. Den Bürgerinnen und Bürgern bot sich die Gelegenheit, diese objektiven Daten mit subjektiven Einschätzungen und Zielsetzungen zu ergänzen.

Neben Infoständen, Wirtshausgesprächen, Planungsworkshops und zahlreichen Gesprächen im Amt hatten auch Schülerinnen und Schüler der Amberger Schulen die Gelegenheit, ihre Meinung kundzutun. Nach vielen Beteiligungen und Inputs stand schließlich fest, was die Amberger mit Amberg verbinden und welche Werte die Säulen der künftigen Entwicklung sein sollen: Kreativität, Innovation und Geborgenheit.

Einen besonderen Handlungsbedarf hatten die Fachplanungsbüros in den Bereichen Luitpoldhöhe, Nürnberger Straße - Stadteingang West, Dreifaltigkeitsviertel - Stadteingang Ost und Übergang Altstadt - Östlicher Ring festgestellt. Doch das ISEK behandelt nicht nur einzelne Stadt- oder Themenbereiche, sondern ist gleichzeitig auch fachübergreifend und nimmt die zukünftige Entwicklung Ambergs in den Blick. Darum werden neben unmittelbar machbaren Maßnahmen auch nachhaltige Perspektiven und Ideen angesprochen.

Es handelt sich beim ISEK Amberg folglich nicht um ein statisches Konzept, sondern um einen dynamischen Prozess, der aktuelle Entwicklungen aufnimmt und sich diesen immer wieder anpasst. Dazu wurden zahlreiche Projekte und Maßnahmen entwickelt, die wichtig und als Realisierungsmotor für die gesteckten Stadtentwicklungsziele notwendig sind. Aus diesen Maßnahmen wurde in Abstimmung mit dem Steuerkreis und dem Stadtrat nochmals elf Empfehlungen benannt, die intensiv und unmittelbar weiterverfolgt werden sollen:

Dazu gehören unter anderem ein Konzept zur Optimierung der ÖPNV-Versorgung, der Ausbau und die Sanierung der Radwegeverbindungen zur Verknüpfung der Altstadt, der Ausbau des Radwegenetzes insgesamt sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung des Fassadenprogramms der Stadt Amberg. Auch die Errichtung eines onlinebasierten Bürgerservices, die kontinuierliche Fortschreibung des Brachflächenkatasters, die Förderung der Ansiedlung von weiteren Indoor-Freizeitaktivitäten und die Gestaltung  des öffentlichen Raums in der Altstadt gehörten zu den Vorschlägen, die erkannt und benannt worden waren.

Weitere Aufgaben, die sich im ISEK-Prozess herauskristallisiert hatten, beziehen sich auf eine Verbesserung der Uferbereiche der Vils in der Altstadt, den Erhalt und Instandhaltung der öffentlichen Grünflächen sowie auf die Etablierung von Smart-City-Elementen. Alle diese Themen gilt es in Zukunft zu bearbeiten, um Amberg in eine gute Zukunft zu führen und die Stadt noch ein wenig Lebens- sowie liebenswerter zu machen.

Zurück
Foto von der Bürger- und der Schülerbefragung: Stadt Amberg, Baureferat