OTH Regensburg übernimmt Führungsrolle in internationalem Konsortium

|   Regensburg

REGENSBURG. Die OTH Regensburg übernimmt erstmalig die Führungsrolle in einem europäischen Konsortialprojekt. Hochschulen aus Frankreich, Belgien, Norwegen, Rumänien und Tschechien arbeiten in den kommenden beiden Jahren mit Regensburger Wissenschaftler*innen sowie einem rumänischen Technologie- und Innovationsunternehmen daran, das Innovationspotenzial im europäischen Hochschulwesen zu erschließen. Hauptziel des Projekts INTREPID-HEI ist es, die Bedingungen für Start-ups und Ausgründungen weiter zu verbessern. Die EU fördert das Projekt mit rund 1,2 Millionen Euro.

„Letztlich geht es darum, die Innovationsfähigkeit Europas zu steigern und unternehmerische Talente zu fördern, um nachhaltiges Wachstum und qualifizierte Arbeitsplätze in Europa zu schaffen“, sagt Marco Siegl, Projektkoordinator an der OTH Regensburg. In den Bereichen Gründung, Innovation, Training und Transfer habe die OTH Regensburg deutschlandweit einen hervorragenden Ruf, sagt Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Leiter des start-up centers der Hochschule. Das neue Projekt helfe nun, auch auf der europäischen Bühne stärkere Sichtbarkeit zu erlangen und die Region Regensburg als einen international führenden Standort für Gründung und Innovation zu präsentieren.

INTREPID-HEI: Die Abkürzung steht für „International Capacity Building in InNovation, Transfer and Entrepreneurship with focus on ShaRed Expertise in Higher Education Institutions”. Intrepid lässt sich aus dem Englischen mit den Begriffen unerschrocken, mutig oder auch furchtlos übersetzen „und steht daher sinnbildlich für die überaus ambitionierten Ziele, für deren Erreichen die OTH Regensburg als Projektkoordinatorin die Hauptverantwortung übernimmt“, sagt Prof. Dr. Oliver Steffens, Vizepräsident für Forschung und Internationalisierung.

Beratung von Gründer*innen und Ideenentwickler*innen, Internationalisierung und Zugänglichkeit von Lehrangeboten, Verwendung digitaler Lehr- und Beratungsmethoden, Wissenstransfer und regionale Integration durch breit aufgestellte Veranstaltungen und Plattformen, Sicherstellung der Nachhaltigkeit und die langfristige Verstetigung der Kooperationen zwischen den Partner*innen, der Austausch von Fachwissen sowie Gründungs- und Innovationsinfrastruktur sind die Hauptziele des Projekts.

Die Projektpartner der OTH Regensburg sind die Université Clermont Auvergne/Clermont Auvergne Innovation in der Regensburger Partnerstadt Clermont-Ferrand, VIVES University of Applied Sciences (Kortrijk, Belgien), Høgskulen på Vestlandet (Bergen, Norwegen), Universitatea „Ovidius” din Constan?a (Konstanza, Rumänien) und Škoda Auto Vysoká Škola (Mladá Boleslav, Tschechische Republik) sowie das Innovationsunternehmen Iceberg Data Intelligence (Bukarest, Rumänien).

Das Kooperationsnetzwerk entstand aus der europäischen Hochschulallianz „ERASMob – European Alliance on Sustainable Mobility“ und der gemeinsamen Überzeugung, dass ein Großteil des gewünschten Fachwissens und der Erfahrung im Bereich Innovation und Unternehmertum bereits innerhalb des Konsortiums vorhanden ist, wenn auch ungleichmäßig auf die einzelnen Partner*innen verteilt. Durch die Verbindung von vier thematisch ausgerichteten Arbeitspaketen mit den Schwerpunkten Ausbildung, Innovation, Start-ups und Transfer führt INTREPID-HEI dieses Wissen zusammen, um die Bedingungen für Ausgründungen und Innovation weiter zu verbessern und eine europäische Konvergenz zu erreichen.

Geplant sind laut Marco Siegl u.a. „wirkungsvolle regionale und internationale Transferveranstaltungen“, die Ausbildung, Forschung und Technologien sowie Unternehmen zusammenbringen sollen. Zum Auftakt des Projekts stellte der Projektkoordinator bei einem Workshop in Barcelona mit einem Innovation Vision Action Plan (IVAP) Ziele und Inhalte des Projekts vor. Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen, Dr. Pascal Gautier (Université Clermont Auvergne/Clermont Auvergne Innovation), Prof. Dr. Costin Sorici (Universitatea “Ovidius” din Constan?a) und Matthias Malfrere (VIVES University of Applied Sciences) vom Projekt INTREPID-HEI waren vor Ort und konnten sich mit über 220 Projektvertreter*innen und den Ansprechpartner*innen des Förderträgers vernetzen und über Erfahrungen und geplante Projektinhalte austauschen.

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Vertreter des Projekts INTREPID-HEI auf dem Workshop in Barcelona (v.li.): Matthias Malfrere (VIVES University of Applied Sciences), Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen (OTH Regensburg), Dr. Pascal Gautier (Université Clermont Auvergne/Clermont Auvergne Innovation), Marco Siegl, M.Sc. (OTH Regensburg, Projektkoordinator) und Prof. Dr. Costin Sorici (Universitatea “Ovidius” din Constanța). (Foto: Prof. Dr. Costin Sorici / Universitatea “Ovidius” din Constanța)