„Wenn die Sonne scheint, ist die Siebnerin der Hit“

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REGENSBURG. „Als lange eingesessenes Schifffahrtsunternehmen ist uns daran gelegen, dass wir den Einheimischen und unseren vielen Stammgästen immer wieder etwas Neues bieten und ihnen ein schönes Erlebnis auf der Donau garantieren“, sagt Susanne Völkl, Geschäftsführerin der Regensburger Personenschifffahrt Klinger, und hängt an: „Und natürlich freuen wir uns auch auf die vielen Auswärtigen und die Touristen, die die Donau vom Wasser aus erkunden und sich so einen ganz besonderen Eindruck von unserer schönen Stadt und der Umgebung holen möchten.“ In die neue Saison startet das Schifffahrtsunternehmen am 1. April daher gleich mit mehreren neuen Programmpunkten – und zwei Geburtstagen.

Wird’s ein echter Sommer?
Wenn sich Völkl und ihr Team etwas wünschen könnten, dann, dass der „Sommer heuer etwas sommerlicher wird als letztes Jahr“. Da habe es doch zahlreiche verregnete Tage gegeben. Gerade für Fahrten auf offenem Deck, insbesondere auf der Siebnerin, ist Regen natürlich ungünstig. Die „Siebnerin“, die wie ein Holzboot wirkt, wird heuer 20 Jahre alt. Der Linzer Verein für Kultur und Schifffahrt im Donauraum „Donauschiffer“ hatte den Frachtkahn 2006 bauen lassen. Er gilt als der in Europa bislang größte Nachbau eines historischen Donauschiffes in Anlehnung an den regionalen Schiffbau. Damals, für den Salztransport eingesetzt, befuhren Schiffe dieser Art über Jahrhunderte die Donau und ihre Nebenflüsse.

Seit 2015 ist die Siebnerin auf der Donau in Regensburg im Einsatz. Auf ihrem offenen Deck genießen Gruppen von bis zu 50 Personen eine fast schon heimelige Atmosphäre. „Man ist hier sehr nah am Wasser, was wirklich nochmal ein intensiveres Natur- und Schifffahrtserlebnis schafft“, erklärt Völkl. Neue Themenfahrten stellen dieses Erleben einmal mehr in den Vordergrund. 

Dinner mit dem Kapitän
Naturfreunde haben bis Ende Oktober drei Mal die Möglichkeit, an einer Expedition zu den Altwassern der Donau bei Bach teilzunehmen. Die Fahrt wird begleitet und kommentiert von Thomas Aumer, dem 1. Vorstand der Regensburger Kreisgruppe des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V.. Zudem können auf dem Holzschiff unter anderem Sonnenuntergangsfahrten in gemütlicher Atmosphäre bei kühlen Drinks, im schwimmenden Biergarten frisch gezapftes Bier und bayrische Schmankerl, lauschige Grillabende beim Barbecue oder irische Musik beim Whiskey-Tasting genossen werden. „Wenn die Sonne scheint, ist die Siebnerin der Hit“, schwärmt Völkl und appelliert mit einem lachenden Auge an Petrus, dass er es doch heuer gut meine.

Kapitän Franz Zwicknagl freut sich auf ein Event schon ganz besonders: Mit den Worten „Es ist mir eine persönliche Freude, Sie an Bord begrüßen zu dürfen.“ wird er im Sommer gleich drei Mal die Gäste beim neuen „Captain’s Dinner“ auf der MS Fürstin Gloria willkommen heißen. Hierbei bittet der Kapitän in feiner Uniform zur feierlichen Tafel und steht den Gästen bei einem kulinarischen Abendessen während der Schifffahrt für launige Gespräche zur Verfügung.

Schwimmendes Klassikkonzert
Ebenfalls erstmals auf der MS Fürstin Gloria wird ein schwimmendes Klassikkonzert die Musikfans begeistern. „Vivaldi unter Strom“ heißt das Format: Bei Antonio Vivaldis bekannten „Vier Jahreszeiten“ trifft ein Streichquartett auf elektronische Klangwelten und moderne Beats. „Nachdem wir im vergangenen Jahr ein Mitmachkonzert für Kinder auf dem Schiff hatten, das auch bei den Eltern so gut ankam, setzen wir jetzt auch auf Klassik für die Großen“, so Völkl. Sie ist guter Dinge, dass sowohl die musikalischen und kulinarischen Themenfahrten wie auch alle anderen Programmpunkte gut angenommen werden. „Dabei sind wir vor allem immer auch  auf unsere einheimischen Künstler und Akteure angewiesen und besonders auch darauf, dass alle von der Organisation bis zur Durchführung sehr gut zusammenarbeiten. Da gilt ein großer Dank allen Kooperationspartnern, ohne die das nicht zu stemmen wäre“, weist Völkl auf die umfangreichen Arbeiten im Hintergrund hin. Das pädagogisch begleitete Kinderkonzert „Wassermusik“ geht heuer übrigens in die zweite Runde auf der MS Fürstin Gloria.

Gelebte Nachhaltigkeit an Bord
Während dem Schifffahrtsunternehmen bereits seit Jahren wichtig ist, dass es in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Handwerkern auf Regionalität und kurze Wege setzt, geht es in Sachen Nachhaltigkeit nun einen bedeutenden Schritt weiter. Die Bordelektrik der MS Johannes Kepler wurde von einem Dieselaggregat auf einen Akkusatz umgestellt, welcher über Solarpanele auf dem Dach des Schiffes und mittels Landstrom aufgeladen wird. „Dass die Bordelektronik der MS Johannes Kepler jetzt als erstes Schiff unserer Flotte über Strom betrieben wird, ist für uns ein wichtiger Schritt in Richtung E-Mobilität. Die Flotte komplett auf elektrischen  Betrieb umzustellen, ist ein sehr langwieriger Prozess, der Jahre dauert“, erklärt Völkl. Jedes Schiff sei ein Unikat und müsse individuell umgerüstet werden, was insgesamt einen sehr großen technischen und finanziellen Aufwand bedeutet.

Für die neue Saison ist die Personenschifffahrt Klinger gewappnet. Für Charterfahrten, welche im vergangenen Jahr so gut wie noch nie angenommen wurden, lägen bereits Anfragen und Buchungen vor. Auch freue man sich wieder auf Reisegruppen und Bustouristen, die inzwischen wieder vermehrt zu Ausflügen in die Domstadt kommen. „Hier haben wir letztes Jahr nahezu wieder das Niveau von vor Corona erreicht“, sagt Völkl optimistisch. Was die Linienfahrten angeht, wünscht man sich ebenso, das Vorjahresniveau halten zu können. Und einen weiteren Geburtstag gibt es auch zu feiern: Die MS Rataspona wird heuer 50 Jahre alt.

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Das Holzschiff „Siebnerin“ lädt zu Fahrten auf offenem Deck ein, im Sommer ein echtes Highlight. (Foto: Personenschifffahrt Klinger)
Susanne Völkl, Geschäftsführerin der Regensburger Personenschifffahrt Klinger, freut sich auf die bevorstehende Schifffahrtsaison. (Foto: Jeannine Tieling)